Viele Jahre war Leistung für mich vor allem eines: weitermachen.

Ich arbeitete im Vertrieb, führte Mitarbeitende und trug Verantwortung. Stress gehörte dazu. Freizeit und soziale Kontakte wurden weniger, die Belastung immer mehr. Mein innerer Satz war trotzdem immer: Das schaffe ich auch noch.

Bis mein Körper mir eine ziemlich klare Grenze setzte. Während eines Meetings mit meinen Mitarbeitenden brach ich zusammen. Für mich war das ein unmissverständliches Warnsignal: So konnte es nicht weitergehen.

Mach’s einfach.

Ein guter Freund und Arzt unterstützte mich damals dabei, meinen Umgang mit Belastung grundlegend zu verändern. Einer seiner Ansätze war so einfach, dass ich zunächst ausgesprochen skeptisch war: die Atmung.

Ich versprach ihm, ein Jahr lang dreimal täglich zwei Minuten bewusst zu trainieren.

Was zunächst wie eine erstaunlich einfache Massnahme wirkte, wurde für mich zum Einstieg in ein Thema, das mich bis heute beschäftigt: Wie können wir unseren körperlichen und mentalen Zustand bewusst beeinflussen – und damit besser mit Stress, Druck und Leistung umgehen?

Eine neue Erfahrung

Wegen anhaltender Knieprobleme suchte ich nach Alternativen zur Einnahme von Schmerzmedikamenten. 2015 kam ich durch eine Empfehlung zum Winterschwimmen. Was als Experiment begann, wurde zu einer festen Routine: Ich gehe im Winter 2–3 Mal in der Woche in den See.

Für mich wurde die Kälte dabei zu weit mehr als einem körperlichen Reiz.

Sie zeigt unmittelbar, was unter Stress passiert: Der erste Impuls kommt automatisch. Aber wie ich damit umgehe, kann ich beeinflussen.

Genau solche Erfahrungen prägen meine Arbeit bis heute.

Mehr als 25 Jahre Arbeit mit Menschen.

Meine heutige Arbeit begann allerdings nicht erst mit 360.

Seit mehr als 25 Jahren begleite und führe ich Menschen. Kommunikation, Motivation und persönliche Entwicklung standen dabei von Anfang an im Mittelpunkt meiner Arbeit – zunächst im Vertrieb und in der Führung von Vertriebsmitarbeitenden, später zunehmend als Trainer und Coach.

Seit 10 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Stressphysiologie und neurowissenschaftlichen Zusammenhängen – insbesondere mit der Frage, wie unser Zustand, unsere Denk- und Reaktionsmuster und unser Verhalten zusammenwirken. Diese Erkenntnisse verbinde ich mit Atmung, Kommunikation, Kälte und der Entwicklung alltagstauglicher Routinen.

Auch als Trainingsleiter an der Universität Luzern vermittle ich wissenschaftliche Zusammenhänge rund um Stress, Regulation und Leistungsfähigkeit verständlich und praxisnah – unter anderem bei Leistungsdruck und Prüfungsangst.

Warum mir Routinen so wichtig sind.

Gerade unter Stress greifen wir häufig auf das zurück, was wir gewohnt sind – auf Verhaltensweisen und Reaktionen, die sich über lange Zeit eingeprägt haben.

Genau das habe ich selbst erfahren. Als mir ein befreundeter Arzt damals die Atmung als einen wichtigen Ansatz empfahl, war ich zunächst skeptisch. Trotzdem gab ich ihm ein Versprechen: ein Jahr lang, dreimal täglich, zwei Minuten Atemtraining.

Die Konsistenz im Training hat meine Sicht auf Veränderung nachhaltig geprägt. Nicht die einzelne Übung macht den Unterschied, sondern das regelmässige Anwenden und Wiederholen.

Wissenschaftlich fundiert. Und für den echten Alltag gemacht.

Mich begeistert, wie viel wir selbst beeinflussen können – unseren Zustand, unsere Energie und unseren Umgang mit Belastung.

Erfahrung aus unterschiedlichen Organisationen.

In den vergangenen Jahren durfte ich mit Menschen und Teams aus Unternehmen, öffentlichen Institutionen, Hochschulen und Verbänden arbeiten – darunter Roche, Coop, Kanton Luzern, ihz-Industrie und Handelskammer Zentralschweiz, IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, GIZ, VDWF, solectrix und weitere Organisationen.

Unterschiedliche Branchen. Unterschiedliche Anforderungen. Aber häufig dieselbe Herausforderung:

Verstehen. Erleben. Anwenden.

Damit aus Wissen etwas wird, das im Alltag tatsächlich funktioniert.